In den letzten 10 Jahren wurden zwei Computerräume mit je 28 Arbeitsplätzen eingerichtet. Ein dritter Raum, ausgestattet mit Laptops steht ebenfalls zur Verfügung.

Computerräume sind für den Informatikunterricht weiterhin sinnvoll. Eine digitalisierte Schule zeichnet sich aber durch mehr aus, als nur modernen, anspruchsvollen In­formatikunterricht – es braucht vielmehr den Einsatz von digitalen Medien in allen Fächern. Aus diesem Grund wurden am Heilwig Gymnasium 8 Klassenräume und 6 naturwissen­schaftliche Fachräume mit Smart-Boards ausgestattet. Auch wenn die Smartboards regelmäßig einge­setzt werden, sind doch auch die Nachteile offenkundig geworden:

Der Einsatz von Smartboards führt in der Regel dazu, dass der Unterricht frontal abläuft und zudem die Bedienung des Smartboards – insbesondere dann, wenn fachbezogene Software eingesetzt wird, die ei­ner gewissen Expertise bedarf – durch die Lehrenden und nicht die Schüler und Schülerinnen erfolgt. Überdies können z.B. Arbeitsergebnisse, die in Gruppenarbeiten oder als Hausaufgaben entstehen, nicht digital, sondern nur auf klassische Art (per Overheadprojektor, als Plakat…) präsentiert werden.

Ziel soll es aber sein, dass alle – Lehrende und Lernende gleichermaßen – Medien einsetzen und digital parti­zipieren. So soll erreicht werden, dass der digitalisierte Klassenraum neue Sozialformen ermöglicht und die Medienkompetenz aller einfordert und fördert.

Damit in allen Fächern und Jahrgangsstufen ein mediengestützter Unterricht stattfinden kann, benötigt man eine unkomplizierte, stabile Technik, die in allen Klassenräumen jederzeit auch spontan zur Verfü­gung steht.

Auf der Basis dieser Überlegungen ist in einer Arbeitsgruppe die Entscheidung gefällt worden, ein neu­es Konzept hinsichtlich der technischen Ausstattung in Angriff zu nehmen. Zentrales Element der Neuerung ist die Installation interaktiver digitaler Tafeln, die einen drahtlosen Zugang per Smartphone, Tablet oder Laptop bieten. Diese Ausstattung ermög­licht es, dass alle – Lehrende und Lernende – Recherche- oder Arbeitsergebnisse direkt für alle zentral sichtbar projizieren, bearbeiten und speichern können. Fachspezifische Software kann jederzeit im Unterricht eingesetzt werden und ergänzt die klassischen Lern- und Arbeitsformen.

Während nun auch die letzten Räume noch entsprechend ausgestattet werden, kümmert sich die Arbeitsgruppe auch um die didaktische Implementierung im Unterricht unterschiedlicher Fachrichtungen, indem sie Best Practice Beispiele in den Fachschaften publik macht.

Foto: www.der-schulfotograf.de