Am 22.04.2026 hatten einige Schülerinnen unserer Schule am zweiten mint:pink Programmtag in diesem Schuljahr die Gelegenheit, einen Einblick in die moderne Forschung am Deutschen Elektronen-Synchrotron (DESY) zu gewinnen. Das international renommierte Forschungszentrum bietet mit seinen Schülerlaboren eine besondere Lernumgebung, in der naturwissenschaftliche Phänomene nicht nur theoretisch, sondern vor allem praktisch erfahrbar werden.
Zu Beginn des Tages erhielten die Teilnehmerinnen einen Überblick über die Arbeit am DESY sowie über aktuelle Forschungsfelder, in denen Physik eine zentrale Rolle spielt. Anschließend tauchten sie im Schülerlabor zur Quantenphysik in die Welt der kleinsten Teilchen ein. Dabei wurde schnell deutlich, dass sich viele Phänomene der Quantenphysik unserer Alltagserfahrung entziehen und klassische Vorstellungen von Teilchen und Wellen an ihre Grenzen stoßen.
Im Mittelpunkt stand jedoch das eigenständige Experimentieren: In kleinen Gruppen führten die Schülerinnen zwei ausgewählte Experimente durch und setzten sich dabei aktiv mit zentralen Konzepten der Quantenphysik auseinander. Ziel war es, physikalische Zusammenhänge nicht nur nachzuvollziehen, sondern selbst zu untersuchen und auszuwerten.
Beim inneren Photoeffekt stand die Untersuchung von Leuchtdioden (LEDs) im Fokus. Die Schülerinnen nahmen die Strom-Spannungskennlinien von LEDs verschiedener Farben auf, um den Zusammenhang zwischen der Wellenlänge des emittierten Lichts und der benötigten Schwellenspannung zu ermitteln.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Spektralanalyse. Mithilfe von Spektroskopen untersuchten die Teilnehmerinnen das Licht verschiedener glühender Gase. Dabei entdeckten sie, dass Atome kein kontinuierliches Farbspektrum aussenden, sondern charakteristische Linienmuster zeigen. Ein besonderes Highlight stellte die Besichtigung der großen Nebelkammer des Schülerlabors dar. Hier wurde das Unsichtbare buchstäblich sichtbar: Die Schülerinnen beobachteten fasziniert die feinen Kondensstreifen, die hochenergetische Teilchen auf ihrem Weg hinterlassen.
Florian Rentmeister
