Am Kick-off-Tag des EuF1-Profils haben wir eine Führung durch den Tiefbunker am Steintorwall in Hamburg gemacht. Ich war vorher schon gespannt, weil ich wissen wollte, wie es in so einem Bunker aussieht und wie die Menschen dort früher im Ernstfall gelebt hätten. Als wir hineingegangen sind, ist mir zuerst aufgefallen, dass es dort ziemlich kalt war. Eine Jacke war auf jeden Fall eine gute Idee.

Zu Beginn wurde uns erklärt, dass der Bunker zwischen 1941 und 1944 gebaut wurde und die Menschen im Zweiten Weltkrieg vor Bombenangriffen schützen sollte. Damals gab es ungefähr 2.460 Schutzplätze. Später wurde der Bunker im Kalten Krieg auch für einen möglichen Atomkrieg vorbereitet. Insgesamt gab es dann 2.702 Schutzplätze.

Während der Führung wurden uns viele verschiedene Bereiche gezeigt. Besonders interessant fand ich die technischen Anlagen. Es gab zum Beispiel eine Lüftungsanlage, einen Tiefbrunnen und einen großen Dieselmotor, der bei einem Stromausfall für Strom sorgen konnte. Auch die Filteranlagen waren interessant, weil sie im Ernstfall die Luft im Bunker reinigen sollten. Außerdem gab es Schlafräume, Waschräume, einen Sanitätsraum und eine Küche. Die Betten im Schlafraum waren teilweise überraschend klein, sodass man dort nicht besonders viel Platz gehabt hätte.

Wir haben auch erfahren, dass die Menschen im Ernstfall ungefähr zwei Wochen im Bunker bleiben sollten. Es waren grundlegende Sachen wie Decken, Geschirr und Hygieneartikel vorhanden. Außerdem sollte es mehrere Mahlzeiten am Tag geben. Trotzdem stelle ich mir das Leben dort ziemlich schwierig vor, weil so viele Menschen auf engem Raum zusammen gewesen wären. Besonders komisch fand ich die Vorstellung, dass man im Bunker sitzt und nicht weiß, was draußen gerade passiert oder ob Familie und Freunde sicher sind.

An einigen Stellen durften wir uns selbst genauer umsehen und konnten dabei viele Dinge entdecken. Dadurch war die Führung abwechslungsreicher, als wenn wir die ganze Zeit nur zugehört hätten. Die Erklärungen haben außerdem geholfen, sich vorzustellen, wie der Bunker früher genutzt worden wäre.

Insgesamt fand ich die Führung sehr interessant. Besonders spannend war für mich, dass man nicht nur etwas über die Geschichte des Bunkers gehört hat, sondern sich durch die Räume auch besser vorstellen konnte, wie die Menschen dort im Ernstfall hätten leben müssen. Gleichzeitig war es an manchen Stellen etwas unheimlich, weil man wusste, wofür dieser Ort eigentlich gebaut wurde.

William Enebechi (EuF1)

Cookie Consent mit Real Cookie Banner