Sozialpraktikum in der Schule „Lokstedter Damm“

Unser Sozialpraktikum vom 8. bis 25. Juni 2026 haben wir an der Schule Lokstedter Damm, einer Schule mit dem Förderschwerpunkt „geistige Entwicklung“ verbracht. Obwohl wir in verschiedenen Klassenstufen waren (Johanna in der ersten Klasse und Nike in der dritten), war der Tagesablauf recht ähnlich. Nach dem Morgenkreis und Frühstück begleiteten wir die Kinder im Unterricht, unterstützten sie beim Mittagessen und verbrachten den Nachmittag mit verschiedenen Freizeitaktivitäten, bis der Tag um 15 Uhr endete.

Zu meinen Aufgaben in der 3. Klasse gehörte es, die Kinder bei ihren individuellen Arbeitsaufträgen zu begleiten, ihnen Aufgaben zu erklären und sie bei Schwierigkeiten zu unterstützen und zu motivieren, um möglichst eigenständig zu arbeiten. Außerdem half ich bei den kreativen und spielerischen Aktivitäten. Ein weiteres Highlight meines Praktikums war die Begleitung eines Ausfluges auf einen Spielplatz. Dort konnte ich die Kinder außerhalb der Schule erleben und ihre sozialen Fähigkeiten und ihr Miteinander beobachten. Der Schulalltag war sehr abwechslungsreich gestaltet, wir haben Musik und Sport gemacht, verschiedenste Sachen gebastelt und auf dem Schulhof mit Wasser gespielt. Dadurch erhielt ich einen umfassenden Einblick in die vielfältige Arbeit und die enge Zusammenarbeit der verschiedenen pädagogischen Fachkräfte.

In meiner ersten Klasse bekam ich neben den Schulfächern und Aktivitäten vor allem die Möglichkeit, die Kinder beim Sozialverhalten untereinander zu unterstützen und ihnen beim Erreichen von individuellen Erfolgen zu helfen. Dazu gehörten Alltagserfahrungen wie einen gemeinsamen Ausflug zum Supermarkt oder auch Hilfestellung bei alltäglichen Aufgaben zu leisten. Besonders schön war es, jedes Kind individuell kennenzulernen und dadurch die Möglichkeit zu haben, in schwierigen Momenten dem Lehrpersonal hilfreich zur Seite zu stehen und zu lernen, was der oder die Schüler/in gerade braucht. Außerdem hat das gemeinsame Spielen mir sehr viel Freude bereitet, da dort von Fußball bis hin zu kinetischem Sand alles dabei war. Das hat mir nochmal verdeutlicht, wie unterschiedlich die Bedürfnisse der Kinder sind und wie wichtig deshalb eine individuelle Förderung ist.

Insgesamt sind wir sehr dankbar, dass die Schule Lokstedter Damm uns die Möglichkeit gegeben hat, einen umfangreichen Einblick in das Schulleben dort zu bekommen. Besonders aufgefallen ist uns das freundliche Miteinander im Kollegium, in das wir beide schnell und gut aufgenommen wurden. Bei Fragen war jederzeit jemand zur Verfügung, der uns helfen konnte und auch die vielfältige Gestaltung der Schule und des Unterrichts sind uns positiv im Gedächtnis geblieben. Die Arbeit, die das Kollegium dort alltäglich leistet, ist sehr beeindruckend. Auch interessant fanden wir es zu beobachten, wie die Kinder kommunizieren, teils schon durch die Mimik und die an der Schule genutzte Gebärdensprache. Auch wenn manche Situationen  herausfordernd waren, können wir jedem, der sich für den sozialen Bereich interessiert, ein Praktikum an dieser Schule empfehlen.

Johanna Scheel und Nike Anders, 10c

Sozialpraktikum im Haus Alstertal

Mein dreiwöchiges Sozialpraktikum im Juni 2026 habe ich im Haus Alstertal, einem Pflegedomizil für Bewohner mit Demenz gemacht und durfte dort einen Einblick in den Berufsalltag, aber auch die Besonderheit, die mit einer unheilbaren und stark einschränkenden Krankheit verbunden ist, haben. In der ersten Woche des Praktikums habe ich bei der Mahlzeitenbetreuung geholfen. Hier bin ich mit einer Mitarbeiterin des betreuenden Dienstes mitgelaufen und habe den Bewohnern ihr Essen zubereitet und serviert. Nachdem die ersten Eingewöhnungstage vorbei waren und wir auch eine kleine Fortbildung zum Thema „Was ist Demenz eigentlich?“ erhielten, hatte ich eine bessere Vorstellung der Krankheit und auch eine Routine in der Arbeit mit den Bewohnern.

Ab der zweiten Woche habe ich dann zusätzlich angefangen sogenannte „Einzelbetreuung“ zu machen und bin selbstständig zu Bewohnern aufs Zimmer gegangen und habe mit ihnen Gespräche geführt, Spiele gespielt oder einfach ein bisschen Musik abgespielt. Bei der Einzelbetreuung gab es zugegeben auch Momente, die mich teilweise überfordert haben und die ich unangenehm fand, aber darüber habe ich dann reden können und diese Momente sind die, aus denen ich am meisten lernen konnte. Es war also ein durchaus anstrengendes Praktikum und man muss sich darauf einlassen, mit Menschen zu arbeiten, die nicht mehr in der Lage sind, die alltäglichsten Dinge zu tun, aber es ist eine bereichernde Erfahrung, die ich jedem empfehlen würde!

Lily Engler, 10b

Sozialpraktikum im UKE

Vom 8. bis zum 25. Juni habe ich im Rahmen der 10. Klasse mein Pflegepraktikum am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf an der Station der Allgemeinchirurgie absolviert. Meine täglichen Arbeitszeiten waren von 7:00 Uhr bis 14:30 Uhr. Der Arbeitstag begann jeden Morgen mit festen Abläufen. Um 8:00 Uhr fand die Pflegevisite statt, bei der wir alle Patienten besuchten. Zu meinen Aufgaben gehörte es, die morgendlichen Medikamente zu übergeben und die Vitalzeichen zu messen. Anschließend habe ich diese Werte in den Stationscomputer eingegeben. Um 9:00 Uhr folgte die ärztliche Visite, bei der ich das Ärzteteam begleiten und den Gesprächen mit den Patienten zuhören durfte.

Danach folgten Aufgaben, die sich jeden Tag unterschieden. Wenn Patienten über die Klingel riefen, ging ich in die Zimmer, um mich nach ihren Anliegen zu erkundigen. Zudem durfte ich unter Anleitung verschiedene medizinische Tätigkeiten übernehmen: Ich habe Thrombosespritzen gegeben, Blut abgenommen und Venenzugänge gezogen. Auch das Vorbereiten und Anschließen von Nutri-Beuteln (Flüssignahrung über den Katheter) gehörte zu meinen Aufgaben.

Da die Tätigkeiten täglich variierten, war das Praktikum bis zum Arbeitsende um 14:30 Uhr sehr abwechslungsreich. Ich konnte in diesen drei Wochen viele wertvolle Einblicke in den Krankenhausalltag gewinnen, trotzdem empfehle ich dieses Praktikum grundsätzlich nicht. Ich war sehr auf mich alleine gestellt, trotz viel Kontakt mit Patienten. Zudem waren viele
Aufgaben, die ich nicht ausführen konnte, überfordernd. Im Endeffekt war das Pflege-Praktikum trotzdem sehr lehrreich und ein toller Einblick in ein mir neues Berufsfeld.

Eva Schneider, 10c

Sozialpraktikum im Seniorenheim K.D. Feddersen Stiftung

Für mein dreiwöchiges Sozialpraktikum in der 10. Klasse entschied ich mich für das Seniorenheim K.D. Feddersen Stiftung. Ich habe mich für ein Seniorenheim entschieden, da ich eine neue Altersgruppe kennenlernen wollte, mit der ich bisher kaum Arbeitserfahrung gesammelt habe.

In den ersten Tagen lief ich zunächst bei meinen Betreuerinnen mit, die mir das Seniorenheim sowie meinen zugeteilten Wohnbereich zeigten. Die gesamten drei Wochen blieb ich in meinem zugeteilten Wohnbereich. Dadurch konnte ich die Bewohner*innen nach und nach kennenlernen und erste Erfahrungen im Umgang mit älteren Menschen sowie demenzkranken Personen sammeln. Meine Arbeitszeit lag zwischen der Früh- und Spätschicht, dies ermöglichte mir einen Einblick in beide Arbeitsabläufe zu bekommen und unterschiedliche Aufgaben kennenzulernen.
Jeden Morgen und Nachmittag fanden in meiner Wohngruppe Gruppenaktivitäten statt, bei denen ich mithelfen und die Bewohner*innen unterstützen konnte. Nach diesen Aktivitäten folgte das Mittagessen. Dort half ich den Bewohner*innen, die nicht selbstständig essen konnten, beim Anreichen der Mahlzeiten. Diese Aufgabe war für mich besonders, da es eine neue Erfahrung war und man merkte, dass die Personen auf deine Hilfe angewiesen sind.

Nach dem Mittagessen war Ruhezeit. An manchen Tagen begleiteten meine Betreuerinnen und ich Bewohner*innen, die auf einen Rollstuhl angewiesen waren, in den naheliegenden Park. Diese Spaziergänge haben mir gut gefallen, da man die Freude, die die Senioren*innen, beim Anblick der Natur verspüren, klarsehen und fühlen konnte. Außerdem spielte ich viele Spiele mit den Bewohner*innen, besonders regelmäßig, spielte ich mit einer Bewohnerin Rommé, die Bewohnerin zeigte mir wie man es spielt und so kam ich ungefähr alle zwei Tage zum Spielen vorbei. Es machte sehr Spaß und man merkte, dass sie sich sehr über die zusammen verbrachte Zeit gefreut hat.

Abschließend würde ich sagen, dass mir das Sozialpraktikum sehr gut gefallen hat und mich persönlich weitergebracht hat. Ich habe viele neue Erfahrungen mit älteren Menschen und Demenzkranken gemacht und gemerkt, dass ich mir einen sozialen Beruf gut vorstellen kann. Ich habe großen Respekt vor Bereichen wie der Pflege und der sozialen Betreuung, da viele Menschen auf sie angewiesen sind und mit ihrer Hilfe so gut wie möglich weiterleben können. Ich würde jedem ein Sozialpraktikum empfehlen, da man viele Erfahrungen sammelt und herausfinden kann, ob einem die Arbeit mit Menschen im sozialen Bereich liegt. Für mich war es eine sehr schöne, entspannte und lehrreiche Zeit, die ich gerne wiederholen
würde.

Lea Cosic 10c

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